Klassische Reitkunst - unsere Philosophie

Sie ist die Fähigkeit, das Pferd durch Güte und logisch aufgebaute Übungen, die auf den Naturgesetzen von Gleichgewicht und Harmonie basieren, so auszubilden, dass es sich zufrieden und selbstbewusst dem Willen des Reiters unterwirft, ohne das sein natürlicher Bewegungsablauf auf irgendeine Art darunter leidet.                              Anja Beran ( „Aus Respekt“)

Das Ziel ist ein lebenslang gesundes und zufriedenes Pferd, das stets zur Mitarbeit bereit ist, sich selbst tragen kann und seinen Schwung entwickelt.

Nur durch eine gezielte, individuelle Gymnastizierung ist dieses hohe Ziel zu erreichen! Doch gerade im modernen Turniersport wird z.T. wenig Wert auf diese gymnasizierende Arbeit gelegt. Das junge Pferd soll spektakuläre Trabtritte zeigen, möglichst hoch springen und wird viel zu schnell in einer zu festen Anlehnung geritten. Aber gerade  diese „feste Anlehnung“, die häufig durch Hilfszügel unterstützt werden muss, kaschiert die Verspannungen und die Pferde werden durch das ständige komprimieren von Hand und Bein stumpfer, schwungloser und gehen ohne jede Leichtigkeit.

Der Körper des Pferdes braucht aber Zeit sich zu entwickeln, der Geist braucht Zeit um zu verstehen, doch Zeit will sich heute häufig keiner mehr nehmen, denn „ Zeit ist Geld“.

Der klassische Reiter komprimiert sein Pferd nicht zwischen Hand und Bein, sondern versucht dem Pferd zu einer eigenen positiven Körperspannung zu verhelfen. Der Reiter minimiert seine Hilfen sofort, wenn das Pferd beginnt auf eine Hilfe zu antworten. Diese Arbeit setzt viel Gefühl und Verständnis für die Kreatur voraus.

"Hand ohne Bein, Bein ohne Hand"

        (Nuno Oliviera)

















Annika und Richi - Spanischer Schritt